Eine neue Physik

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Die in diesen Plänen beschriebenen Geräte hätte niemand vor der Jahrtausendwende verstehen oder gar bauen können. Die Technik war damals einfach noch nicht ausgereift genug gewesen. Dazu hätte es jener Miniaturroboter bedurft, die man erst viele Jahrzehnte später hatte bauen können. Und auch dann hätte man mit diesen Plänen kaum etwas anfangen können, da sie Maschinen beschrieben, für deren Verständnis erst eine neue Physik hätte entwickelt werden müssen.

Zumindest eine, die am Dogma der Lichtgeschwindigkeit als höchste Instanz in Fragen erreichbarer Geschwindigkeiten kratzt und Naturkonstanten im Allgemeinen nicht als für alle Zeit in Stein gemeißelte, unverrückbare Leuchtkerzen im Universum sieht. Allerdings waren diese Gedanken sogar bis in die jüngste Vergangenheit tabu, durften im innersten Gelehrtenkreis nicht einmal gedacht werden. Hohn und Spott waren noch die geringste Strafe für jene, die es dennoch wagten, Ideen außerhalb der streng normierten Theorien auch nur laut zu denken.¹ ² Viele kluge Köpfe wurden verfolgt und nicht selten hingerichtet. So wäre es auch Anaxima ergangen, hätte er nicht rechtzeitig die Flucht ergriffen.

Eine Physik der variablen Lichtgeschwindigkeit hört sich auf den ersten Blick absurd an, doch ist sie bei genauer Betrachtung logisch, da sich die Prozesse, die zu dieser Betrachtungsweise führen, auf mikroskopischer Ebene abspielen, in jenen Bereichen also, in denen das Gesetz der heisenbergschen Unschärferelation die einzige Konstante ist.³

Und sobald man sich diese Theorien zu eigen gemacht hatte, begann man auch die Funktion dieser Geräte zu erahnen, die da zu Papier gebracht worden waren.

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1 Dies war und ist leider eine übliche Vorgehensweise nicht nur in der Wissenschaft: Etwas wird von einer sogenannten Autorität (Person/Organisation) so lange verneint und der Lächerlichkeit preisgegeben, bis es erfolgreich unterdrückt worden ist oder man es nicht mehr verleugnen kann. Ein Prozess, den man immer wieder beobachten kann, siehe z.B. Charles Darwin (1859): Die Entstehung der Arten (englisch: The Origin of Species) – Wikipedia: Die Entstehung der Arten

2 »Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert« (Aldous Huxley).

3 Rham (21 201 v. NZ): Die Geschichten der Universen, Über die “Quantensuppen Theorie” (QST).

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